Wissen

Die Biene

Früher und heute

Die Bienenbehausung

Früher wurden Bienen in hohlen Baumstümpfen oder Strohkörben gehalten – die moderne Imkerei bedient sich der Magazinbeute. In der freien Natur wählen die Bienen einen hohlen Baum, einen Mauerriss oder eine kleine Felshöhle als Behausung. Die ersten vom Menschen für die Bienen gebauten Behausungen waren ausgehöhlte Bäume (Klotzbeuten) und aus Stroh geflochtene Körbe. Mitte des 19. Jahrhunderts setzten sich aus Brettern gefertigte Bienenwohnungen (der Bienenstock) durch, und es wurden in die Bienenstöcke bewegliche Rähmchen eingebaut, um das Bienenvolk besser kontrollieren zu können.

Heute ist in der modernen Imkerei die Magazinbeute in Verwendung. Diese ermöglicht eine leichte Kontrolle des Bienenvolkes sowie die Erweiterung durch Aufsetzen eines neuen Magazins auf das bestehende.

Das Bienenvolk

Bienen

Die Königin

Die Königin ist das einzige Eier legende Weibchen im Bienenvolk. Ihre Entwicklung währt 16 Tage von der Eiablage bis zum Schlupf. Die Königin kann ein Alter von bis zu 6 Jahren erreichen. Der Imker tauscht älter werdende Königinnen ständig aus, denn deren Eilegevermögen nimmt mit dem Alter ab, folglich nimmt auch der Nachwuchs an Bienen ab.

Sie inspiziert die Zelle, ob sie leer ist, danach schreitet sie etwas weiter, hebt dabei den Hinterleib, um ihn sodann in die erwählte Zelle zu versenken und dort das Ei abzulegen. Eine Königin soll imstande sein, während der Hauptlegezeit täglich 2000 bis 3000 Eier zu legen.

Die gekennzeichnete Königin

Die Königin bekommt vom Imker ein kleines Plättchen auf den Rücken: Durch die Farbe kann er das Geburtsjahr erkennen und durch die Nummer die Stockzugehörigkeit.

Die Honigbiene

Ihre Entstehung dauert 21 Tage. Die Arbeitsbiene hat sämtliche Arbeiten zu besorgen, wie das Säubern der Zellen und Behausung (Bienenstock oder Beute), die Pflege der Königin, das Nähren und Erwärmen der Brut, die Wachserzeugung und den Zellenbau, den Wachdienst vor dem Flugloch, das Verteidigen des Volkes gegen Feinde und das Sammeln von Pollen, Nektar, Wasser und Kittharz.

Die Sommerbiene wird bis zu 6 Wochen alt, die Winterbiene hingegen 6 bis 8 Monate. Am Höhepunkt der Volksentwicklung birgt ein Volk zu Sommerbeginn bis zu 50.000 Bienen, während des Winters sinkt die Zahl der Bienen auf etwa 8.000 bis 12.000.

Die Drohne

Drohnen sind die Männchen im Bienenvolk. Sie gehen aus unbesamten Eiern hervor. Ihre Entwicklung dauert etwa 24 Tage. Drohnen erscheinen in den Völkern etwa von Mitte April bis Ende August. Von weiselrichtigen Völkern werden sie Ende des Sommers aus den Völkern verdrängt – die Drohnenschlacht. Der Zweck der Drohnen ist es, jungfräuliche Königinnen zu begatten. Die Drohnen gehen beim Begattungsakt zugrunde.

Blütenpollen

Pollen wird von Bienen gesammelt. Die Bienen tragen ihn in Form von kleinen Kügelchen in ihren Stock, wo er zur Aufzucht der Jungbienen dient. Pollen enthält Wasser, Kohlenhydrate (Zucker), lebensnotwendige Aminosäuren, eine große Anzahl an Mineralstoffen und Spurenelementen, alle wichtigen Vitamine (Vitamin B1 bis B9, Vitamin C, D, E und Pro-Vitamin A), verschiedene Enzyme und Fermente, aktive antibiotische Substanzen und vieles mehr.

Zusammenfassend enthält der Blütenpollen in sehr vollständiger Form alle Elemente, die für das Leben der Organismen im Tier- und Pflanzenreich sowie des Menschen unentbehrlich sind. Blütenpollen ist in gewissen Mengen, abhängig von der Honigart – Blütenhonig oder Waldhonig –, mehr oder weniger im Honig vorhanden und unterstreicht so die wohltuende Wirkung des Honigs auf den Menschen.

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