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Imkerei
Warum Bienen so wichtig sind
Biene & Mensch
Da rund 80 % der Wild- und Kulturpflanzen auf eine Bestäubung durch Insekten angewiesen sind – und dies in den Hauptmonaten März, April und Mai –, wird die Wichtigkeit der Honigbiene voll bewusst. Die Honigbiene überwintert als eine der wenigen mit einem gesamten Bienenvolk, das, sobald die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr den Winter vertreiben, fleißig mit einer Vielzahl an Einzelbienen von Blüte zu Blüte unterwegs ist, Blütenpollen für die erste Bienenbrut sammelt und die Bestäubung der meisten Blühpflanzen übernimmt. Andere Insekten wie die Wespe oder Hummel, bei denen nur die Königin überwintert, sind zu dieser Zeit als Einzelgänger unterwegs und müssen erst ein Volk bilden.
Ich persönlich trete für eine flächendeckende Kleinimkerei ein (jeder Ort soll seinen Imker haben), um eine flächendeckende Bestäubung unserer für den Menschen so wichtigen Pflanzen zu erreichen.

Honigbienen sind die wichtigsten Bestäuber
Der Mehrwert, den Bienen mit ihrer Bestäubungsleistung erzielen, lässt sich in Zahlen fassen: 80 Prozent der heimischen Kulturpflanzen werden durch Honigbienen bestäubt. In einem Forschungsprojekt an der Universität für Bodenkultur zur Bestäubungsleistung der Honigbienen fand man beeindruckende Ergebnisse: Bei Pflanzen, die zur Bestäubung und somit zur Befruchtung und Samenbildung auf Insekten angewiesen sind, spielt die Honigbiene die maßgebliche Rolle und ist für eine effektive Nutzung dieser Kulturen unentbehrlich.
Der zusätzliche Ertrag durch das Vorhandensein von Honigbienen beträgt bei Raps zirka 1000 Kilogramm pro Hektar, bei Sonnenblumen etwa 800 Kilogramm pro Hektar. Bei Kirschen konnte eine Ertragssteigerung um rund 80 Prozent, bei Zwetschken von ungefähr 30 Prozent und bei Marillen etwa eine Verdreifachung des Fruchtansatzes nachgewiesen werden.
Ein kurzer Beitrag aus der Bauernzeitung
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300.000 Bienenvölker als unverzichtbare Bestäuber von Nutz- und Zierpflanzen. In Österreich sichern rund 22.000 Imker mit etwa 300.000 Bienenvölkern die Bestäubung der Zier- und Nutzpflanzen. Typisch dabei ist die traditionelle kleinbetriebliche Struktur. Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich weist darauf hin, dass „die Imker mit ihren Bienenvölkern für eine flächendeckende Bestäubung der heimischen Kulturpflanzen sorgen und damit unverzichtbare Partner der Landwirtschaft sind.“
Jedes Jahr am 7. Dezember, dem Gedenktag des Heiligen Ambrosius, Schutzpatron aller Imker, wird der Tag des Honigs begangen. Der Schwerpunkt der österreichischen Bienenhaltung liegt in den Bundesländern Oberösterreich und Steiermark, wo knapp 45 Prozent der österreichischen Imker beheimatet sind. Den mit 99 Prozent überwiegenden Anteil stellen Nebenerwerbs- und Freizeitimker, die in der Regel 12 Völker bewirtschaften. Berufsimker mit mehr als 150 Bienenvölkern gibt es in Österreich nur sehr wenige. Die österreichischen Imker sind in bundes- und landesweit tätigen Bienenzuchtverbänden organisiert, deren Dachorganisation der Verein „Biene Österreich“ ist.
